May 25 2013

Nico Simon: Rein in die Vermittlerrolle

Published by at 08:04 under Lux,Screening Room

SOURCE: http://www.tageblatt.lu

Vor 21 Jahren wurde Europa Cinémas ins Leben gerufen mit dem Ziel, den Vertrieb des europäischen Films innerhalb der EU zu unterstützen.

Die heutigen Zahlen sprechen eine klare Sprache. Europa Cinémas ist mittlerweile in 68 Ländern und 673 Städten, in 1.170 Kinos mit insgesamt 3.197 Sälen vertreten. Am vergangenen Wochenende wurde in Cannes der bisherige Vizepräsident und Gründungsmitglied Nico Simon, CEO der Utopia SA Luxembourg, als neuer Präsident für die nächsten zwölf Monate bestätigt.

Die Grundidee von Europa Cinémas war 1992, die europaweite Zirkulation der Filme zu unterstützen. Deutsche Filme sollten zum Beispiel nicht nur in deutschen Kinos zu sehen sein, sondern auch in italienischen, irischen oder portugiesischen. Auch französische, dänische, spanische Filme, um nur diese zu nennen, sollten eine grenzüberschreitende Karriere machen können. Um dies in die Tat umsetzen zu können, sollten Kinos, die europäischen Produktionen einen größeren Anteil zugestehen, unterstützende Hilfsgelder erhalten. Mit Media Mundus hat das Programm die europäischen Grenzen mittlerweile hinter sich gelassen.

Vermittlerrolle

Die Arbeit des neuen Präsidenten spielt sich sowohl im Verwaltungsrat als auch im Vorstand ab. Hier werden einerseits politische Strategien diskutiert und festgelegt, aber auch das gesamtpolitische Konzept definiert. In den nächsten Monaten stehen viele wichtige, aber auch heikle Dossiers auf der Tagesordnung. Vieles davon betrifft die Kinobetreiber direkt und gerade um die Interessen dieser Berufsgruppe bestmöglich wahren zu können, kommt der neue Europa-Cinémas-Präsident aus den Reihen der „exploitants de cinémas“.

Nico Simon, CEO der Utopia-Gruppe, ist ein Mann vom Fach, ein Kenner der Materie und damit bestens geeignet für die bevorstehenden Diskussionen, die vorrangig die Chronologie der Medien betreffen. Als Luxemburger kennt er die deutschen Befindlichkeiten und versteht die französischen Ängste. Sprachgewandt, wie die meisten seiner Landsleute, kann er die Vermittlerrolle übernehmen und so den erwünschten Konsens herbeiführen und damit auch den guten Ruf sowie die positive Außendarstellung von Europa Cinémas stärken.

(Martine Reuter/Tageblatt.lu)

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Vor 21 Jahren wurde Europa Cinémas ins Leben gerufen mit dem Ziel, den Vertrieb des europäischen Films innerhalb der EU zu unterstützen.

Die heutigen Zahlen sprechen eine klare Sprache. Europa Cinémas ist mittlerweile in 68 Ländern und 673 Städten, in 1.170 Kinos mit insgesamt 3.197 Sälen vertreten. Am vergangenen Wochenende wurde in Cannes der bisherige Vizepräsident und Gründungsmitglied Nico Simon, CEO der Utopia SA Luxembourg, als neuer Präsident für die nächsten zwölf Monate bestätigt.

Die Grundidee von Europa Cinémas war 1992, die europaweite Zirkulation der Filme zu unterstützen. Deutsche Filme sollten zum Beispiel nicht nur in deutschen Kinos zu sehen sein, sondern auch in italienischen, irischen oder portugiesischen. Auch französische, dänische, spanische Filme, um nur diese zu nennen, sollten eine grenzüberschreitende Karriere machen können. Um dies in die Tat umsetzen zu können, sollten Kinos, die europäischen Produktionen einen größeren Anteil zugestehen, unterstützende Hilfsgelder erhalten. Mit Media Mundus hat das Programm die europäischen Grenzen mittlerweile hinter sich gelassen.

Vermittlerrolle

Die Arbeit des neuen Präsidenten spielt sich sowohl im Verwaltungsrat als auch im Vorstand ab. Hier werden einerseits politische Strategien diskutiert und festgelegt, aber auch das gesamtpolitische Konzept definiert. In den nächsten Monaten stehen viele wichtige, aber auch heikle Dossiers auf der Tagesordnung. Vieles davon betrifft die Kinobetreiber direkt und gerade um die Interessen dieser Berufsgruppe bestmöglich wahren zu können, kommt der neue Europa-Cinémas-Präsident aus den Reihen der „exploitants de cinémas“.

Nico Simon, CEO der Utopia-Gruppe, ist ein Mann vom Fach, ein Kenner der Materie und damit bestens geeignet für die bevorstehenden Diskussionen, die vorrangig die Chronologie der Medien betreffen. Als Luxemburger kennt er die deutschen Befindlichkeiten und versteht die französischen Ängste. Sprachgewandt, wie die meisten seiner Landsleute, kann er die Vermittlerrolle übernehmen und so den erwünschten Konsens herbeiführen und damit auch den guten Ruf sowie die positive Außendarstellung von Europa Cinémas stärken.

(Martine Reuter/Tageblatt.lu)

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