Nov 20 2009

Weltpremiere von „House Of Boys“ im „Utopolis“

Published by at 12:41 under Screening Room

SOURCE: www.journal.lu – CH.S

Am Dienstagabend fand im „Utopolis“ die Weltpremiere von „House Of Boys“ statt, dem ersten Spielfilm von Jean-Claude Schlim, eine deutsch-luxemburgische Co-Produktion von Elsani Film und Delux Productions (Produzent: Jimmy de Brabant und Bob Bellion). Bereits vor fünf Jahren versuchte Jean-Claude Schlim Geldgeber für sein ambitioniertes Projekt über eine homosexuelle Liebe zu finden. Erst letztes Jahr im Spätherbst fiel die erste Klappe zu seinem ersten abendfüllenden Spielfilm. Gedreht wurde in Köln und Luxemburg. Zuvor jobbte er als Line Producer, Produktionsmanager oder ausführender Produzent bei verschiedenen lokalen Filmproduktionen, wie z. B. „Black Dju“ und „Perl oder Pica“ von Pol Cruchten, „Der neunte Tag“ von Volker Schloendorff, „The Merchant Of Venise“ von Michael Radford oder „8 ½ Women“ von Peter Greenaway.

„House Of Boys“ erzählt von der Liebe zwischen dem 17-jährigen Frank (Layke Anderson), der 1984 Luxemburg in Richtung Amsterdam verlässt, und Jake (Benn Northover). Sie lernen sich im Szenenlokal von Madame (Udo Kier) kennen. Doch Jake ist immer nur dann homosexuell, wenn besondere Kunden auftauchen, wie der reiche Amerikaner Rick (Ross Anthony). Andererseits liebt er Carole (Emma Griffits-Malin). Diese Liebe endet abrupt, weil Carole eine Abtreibung ohne sein Einverständnis vornimmt. Jetzt ist der Weg frei für Frank, Jake zu erobern. Jake hat sich allerdings mit der neuen Krankheit Aids infiziert, und die neue Liebe scheint von kurzer Dauer zu sein. In vielen Nebenrollen entdeckt man u. a. Stephen Fry, Tom Leick, Luc Feit, Nora König, Jules Werner, Sascha Ley, Loic Peckels, Gintare Parulyte, David Goldrake und Jean-Claude Schlim selbst.
Jean-Claude Schlims Film ist ein couragiertes Werk, das auf die Folgen einer schlimmen Plage aufmerksam macht. In seiner Ansprache vor der Premiere meinte der Regisseur, dass viele Jugendliche heutzutage die Folgen einer Infizierung mit Aids auf die leichte Schulter nehmen und sich der Fatalität der Krankheit nicht mehr richtig bewusst sind. Jährlich sterben aber immer noch viele tausende Menschen an dieser Immunschwäche. Sauber in Szene gesetzt, sicher etwas zu lang geraten, mit talentierten und überzeugenden Schauspielern in allen Rollen, ist der erste Spielfilm von Jean-Claude Schlim einen Besuch wert. Ab Freitag ist der Film im „Utopia“ zu sehen, in englischer Sprache mit französischen Untertiteln. › CH.S.

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Am Dienstagabend fand im „Utopolis“ die Weltpremiere von „House Of Boys“ statt, dem ersten Spielfilm von Jean-Claude Schlim, eine deutsch-luxemburgische Co-Produktion von Elsani Film und Delux Productions (Produzent: Jimmy de Brabant und Bob Bellion). Bereits vor fünf Jahren versuchte Jean-Claude Schlim Geldgeber für sein ambitioniertes Projekt über eine homosexuelle Liebe zu finden. Erst letztes Jahr im Spätherbst fiel die erste Klappe zu seinem ersten abendfüllenden Spielfilm. Gedreht wurde in Köln und Luxemburg. Zuvor jobbte er als Line Producer, Produktionsmanager oder ausführender Produzent bei verschiedenen lokalen Filmproduktionen, wie z. B. „Black Dju“ und „Perl oder Pica“ von Pol Cruchten, „Der neunte Tag“ von Volker Schloendorff, „The Merchant Of Venise“ von Michael Radford oder „8 ½ Women“ von Peter Greenaway.

„House Of Boys“ erzählt von der Liebe zwischen dem 17-jährigen Frank (Layke Anderson), der 1984 Luxemburg in Richtung Amsterdam verlässt, und Jake (Benn Northover). Sie lernen sich im Szenenlokal von Madame (Udo Kier) kennen. Doch Jake ist immer nur dann homosexuell, wenn besondere Kunden auftauchen, wie der reiche Amerikaner Rick (Ross Anthony). Andererseits liebt er Carole (Emma Griffits-Malin). Diese Liebe endet abrupt, weil Carole eine Abtreibung ohne sein Einverständnis vornimmt. Jetzt ist der Weg frei für Frank, Jake zu erobern. Jake hat sich allerdings mit der neuen Krankheit Aids infiziert, und die neue Liebe scheint von kurzer Dauer zu sein. In vielen Nebenrollen entdeckt man u. a. Stephen Fry, Tom Leick, Luc Feit, Nora König, Jules Werner, Sascha Ley, Loic Peckels, Gintare Parulyte, David Goldrake und Jean-Claude Schlim selbst.
Jean-Claude Schlims Film ist ein couragiertes Werk, das auf die Folgen einer schlimmen Plage aufmerksam macht. In seiner Ansprache vor der Premiere meinte der Regisseur, dass viele Jugendliche heutzutage die Folgen einer Infizierung mit Aids auf die leichte Schulter nehmen und sich der Fatalität der Krankheit nicht mehr richtig bewusst sind. Jährlich sterben aber immer noch viele tausende Menschen an dieser Immunschwäche. Sauber in Szene gesetzt, sicher etwas zu lang geraten, mit talentierten und überzeugenden Schauspielern in allen Rollen, ist der erste Spielfilm von Jean-Claude Schlim einen Besuch wert. Ab Freitag ist der Film im „Utopia“ zu sehen, in englischer Sprache mit französischen Untertiteln. › CH.S.

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