Mar 16 2013

Wie wird die Altersfreigabe für Filme geregelt?

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SOURCE: http://www.wort.lu

(thi) – In Deutschland war der Film ”Hobbit, eine unerwartete Reise” ab 12 Jahren freigegeben. In Luxemburg durften sich Kinder schon ab sechs Jahren diesen Streifen ansehen. Der Abgeordnete Claude Adam (Déi Gréng) wundert sich über diesen Unterschied in der Altersfreigabe dieses Films.

Zur Altersfreigabe von Filmen können Kinobetreiber, laut einem Gesetz vom 20. April 2009, frei entscheiden, welche Altersgruppen zu einem bestimmten Film zugelassen werden. Parallel dazu hält eine staatliche Kontrollkommission, die ”Commission de surveillance de la classification des films” (CSCF) ein Auge über diese Altersfreigabe.

Gewaltszenen nicht für ein Kinder geeignet

Claude Adam will nun von der Kulturministerin Octavie Modert wissen, ob die oben genannte Kommission die Altersfreigabe für den ”Hobbit”-Film begutachtet hat. Dieser Film enthalte viele Gewaltszenen, die nicht für ein Kinderpublikum geeignet seien, unterstreicht der Abgeordnete in seiner parlamentarischen Frage.

In ihrer Antwort schreibt Octavie Modert, dass die CSCF-Kommisson weder mit einer Frage noch mit einer Klage zur Altersbegrenzung zu diesem Film befasst wurde. Einzig ein Mitglied der CSCF-Kommission habe Bedenken zur der Altersfreigabe ab 6 Jahren am 21. Dezember 2012 geäußert.

Eltern informieren

Die Kommission hätte versucht schnell zu reagieren, doch aus Zeitgründen konnte eine Umklassifizierung des Films nicht vollzogen werden. Die Kinobetreiber wurden auf diese Bedenken aufmerksam gemacht. So wurde am Filmanfang ein Hinweis auf Gewaltszenen eingeblendet. Somit wären Eltern und Begleitpersonen, die mit Kindern den ”Hobbit”-Film sehen wollten, informiert gewesen.

Die Kulturministerin erklärt weiterhin, dass die Kinobetreiber sich für die Altersfreigabe der Filme in Luxemburg stark an den Bestimmungen der Nachbarländer orientieren. Und trotzdem komme es regelmäßig zu großen Unterschieden, da man sich zum Beispiel in Deutschland an viel strengere Regeln halten würde, so Modert. So wäre ein besonderer Hinweis, wie im Falle des ”Hobbit”-Films, ausreichend, um auf die Bedenken bezüglich der Altersfreigabe hinzuweisen.

Octavie Modert erklärt weiterhin, dass die CSCF-Kommission bereits mehrmals für einzelne Filme die Altersbegrenzungen überdenken musste.

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(thi) – In Deutschland war der Film ”Hobbit, eine unerwartete Reise” ab 12 Jahren freigegeben. In Luxemburg durften sich Kinder schon ab sechs Jahren diesen Streifen ansehen. Der Abgeordnete Claude Adam (Déi Gréng) wundert sich über diesen Unterschied in der Altersfreigabe dieses Films.

Zur Altersfreigabe von Filmen können Kinobetreiber, laut einem Gesetz vom 20. April 2009, frei entscheiden, welche Altersgruppen zu einem bestimmten Film zugelassen werden. Parallel dazu hält eine staatliche Kontrollkommission, die ”Commission de surveillance de la classification des films” (CSCF) ein Auge über diese Altersfreigabe.

Gewaltszenen nicht für ein Kinder geeignet

Claude Adam will nun von der Kulturministerin Octavie Modert wissen, ob die oben genannte Kommission die Altersfreigabe für den ”Hobbit”-Film begutachtet hat. Dieser Film enthalte viele Gewaltszenen, die nicht für ein Kinderpublikum geeignet seien, unterstreicht der Abgeordnete in seiner parlamentarischen Frage.

In ihrer Antwort schreibt Octavie Modert, dass die CSCF-Kommisson weder mit einer Frage noch mit einer Klage zur Altersbegrenzung zu diesem Film befasst wurde. Einzig ein Mitglied der CSCF-Kommission habe Bedenken zur der Altersfreigabe ab 6 Jahren am 21. Dezember 2012 geäußert.

Eltern informieren

Die Kommission hätte versucht schnell zu reagieren, doch aus Zeitgründen konnte eine Umklassifizierung des Films nicht vollzogen werden. Die Kinobetreiber wurden auf diese Bedenken aufmerksam gemacht. So wurde am Filmanfang ein Hinweis auf Gewaltszenen eingeblendet. Somit wären Eltern und Begleitpersonen, die mit Kindern den ”Hobbit”-Film sehen wollten, informiert gewesen.

Die Kulturministerin erklärt weiterhin, dass die Kinobetreiber sich für die Altersfreigabe der Filme in Luxemburg stark an den Bestimmungen der Nachbarländer orientieren. Und trotzdem komme es regelmäßig zu großen Unterschieden, da man sich zum Beispiel in Deutschland an viel strengere Regeln halten würde, so Modert. So wäre ein besonderer Hinweis, wie im Falle des ”Hobbit”-Films, ausreichend, um auf die Bedenken bezüglich der Altersfreigabe hinzuweisen.

Octavie Modert erklärt weiterhin, dass die CSCF-Kommission bereits mehrmals für einzelne Filme die Altersbegrenzungen überdenken musste.

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