Jul 03 2008

Fernsehen: TF1 und die Deutschen

Published by at 13:37 under TV

www.wort.lu

33,7 Prozent der Über-Fünfzehnjährigen sahen 2007/2008 RTL Télé Lëtzebuerg.

 

Bescheiden nehmen sich dagegen die Reichweitenwerte von “Den 2. RTL” (1 Prozent), Nordliicht TV (5,8 Prozent), Chamber TV (4,6 Prozent) und dem Uelzecht Kanal (3,3 Prozent) aus.

(FeMo) – Seit Herbst vergangenen Jahres erscheinen in Luxemburg zwei französischsprachige Gratiszeitungen. Sie haben sich auf Anhieb auf dem Markt etabliert. Diesen Schluss lassen auf jeden Fall die Anfang der Woche vorgelegten Ergebnisse der jüngsten Medienreichweiten-Untersuchung zu. Gemeinsam kommen Point24 und L’Essentiel auf 140 .000 Leser.

Französischsprachige Gratisblätter hier, deutsche TV-Programme dort

Ist damit das wahr geworden, was seit Jahren vorhergesagt wird? Kippt der Luxemburger Medienmarkt? Wird das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften hier zu Lande eine französischsprachige Angelegenheit? Wird die Rolle der deutschsprachigen Medien abnehmen und zunehmend unwichtiger werden? Wer dies aus den Starterfolgen der beiden Gratisblätter herausliest, könnte sich geirrt haben.

Ein Blick auf die Liste der am meisten gesehenen Fernsehprogramme holt die Französisch -Anhänger auf den Boden der Medientatsachen zurück. Wenn die Meinungsforscher von TNS-Ilres richtig gefragt und richtig gerechnet haben, dann ist – dann bleibt – Fernsehen in Luxemburg weiterhin vor allem eine deutschsprachige Sache.

Wohl kommt, wie schon seit mehreren Jahren, auf Platz 1 der am meisten genutzten Programme das französische TF1 mit 16,4 Prozent oder hochgerechnet rund 65.000 Zuschauern. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen aber ausnahmslos deutsche Sender (ZDF, RTL, Pro7, ARD). Einen weiterhin guten Ruf bei den Luxemburgern hat M6. Der französische Sender belegt Platz 6, erreicht aber deutlich weniger Zuschauer als etwa die ARD (M6: 39.600 Zuschauer; ARD 55.000 Zuschauer).

ZDF auf dem Vormarsch, ARD verliert

Allerdings gibt es auch bei den deutschen Sendern Verschiebungen. Deutlich zugelegt hat beispielsweise das ZDF (von 11,9 auf 14,9 Prozent). “Großer” Verlierer ist laut TNS die ARD (sie sank von 15,5 auf 13,9 Prozent). Über mehr Zuschauer kann sich neben dem ZDF vor allem RTL Television freuen; laut TNS wurde das Programm im vergangenen Jahr von 13,7 Prozent der Luxemburger eingeschaltet – im Vorjahr taten das lediglich 12,7 Prozent.

Die bis jetzt von TNS-Ilres freigegebenen Zahlen beziehen sich auf alle in Luxemburg lebenden Menschen. Die Ergebnisse aus früheren Jahren zeigen, dass bei den “Luxemburgern ” die deutschen Programme noch höher in der Gunst stehen als bei der Gesamtbevölkerung .

Ein Platzhirsch und mehrere Nischenprogramme
Keines der ausländischen Programme erreicht allerdings die Spitzenwerte des Luxemburger RTL-Fernsehens. 33,7 Prozent der Über-Fünfzehnjährigen sahen 2007/2008 RTL Télé Lëtzebuerg. Bescheiden nehmen sich dagegen die Reichweitenwerte von “Den 2. RTL” (1 Prozent), Nordliicht TV (5,8 Prozent), Chamber TV (4,6 Prozent) und dem Uelzecht Kanal (3,3 Prozent) aus. Bei diesen Nischenprogrammen wurde nicht die tägliche, sondern die wöchentliche Nutzung abgefragt.

 

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33,7 Prozent der Über-Fünfzehnjährigen sahen 2007/2008 RTL Télé Lëtzebuerg.

 

Bescheiden nehmen sich dagegen die Reichweitenwerte von “Den 2. RTL” (1 Prozent), Nordliicht TV (5,8 Prozent), Chamber TV (4,6 Prozent) und dem Uelzecht Kanal (3,3 Prozent) aus.

(FeMo) – Seit Herbst vergangenen Jahres erscheinen in Luxemburg zwei französischsprachige Gratiszeitungen. Sie haben sich auf Anhieb auf dem Markt etabliert. Diesen Schluss lassen auf jeden Fall die Anfang der Woche vorgelegten Ergebnisse der jüngsten Medienreichweiten-Untersuchung zu. Gemeinsam kommen Point24 und L’Essentiel auf 140 .000 Leser.

Französischsprachige Gratisblätter hier, deutsche TV-Programme dort

Ist damit das wahr geworden, was seit Jahren vorhergesagt wird? Kippt der Luxemburger Medienmarkt? Wird das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften hier zu Lande eine französischsprachige Angelegenheit? Wird die Rolle der deutschsprachigen Medien abnehmen und zunehmend unwichtiger werden? Wer dies aus den Starterfolgen der beiden Gratisblätter herausliest, könnte sich geirrt haben.

Ein Blick auf die Liste der am meisten gesehenen Fernsehprogramme holt die Französisch -Anhänger auf den Boden der Medientatsachen zurück. Wenn die Meinungsforscher von TNS-Ilres richtig gefragt und richtig gerechnet haben, dann ist – dann bleibt – Fernsehen in Luxemburg weiterhin vor allem eine deutschsprachige Sache.

Wohl kommt, wie schon seit mehreren Jahren, auf Platz 1 der am meisten genutzten Programme das französische TF1 mit 16,4 Prozent oder hochgerechnet rund 65.000 Zuschauern. Auf den Plätzen zwei bis fünf folgen aber ausnahmslos deutsche Sender (ZDF, RTL, Pro7, ARD). Einen weiterhin guten Ruf bei den Luxemburgern hat M6. Der französische Sender belegt Platz 6, erreicht aber deutlich weniger Zuschauer als etwa die ARD (M6: 39.600 Zuschauer; ARD 55.000 Zuschauer).

ZDF auf dem Vormarsch, ARD verliert

Allerdings gibt es auch bei den deutschen Sendern Verschiebungen. Deutlich zugelegt hat beispielsweise das ZDF (von 11,9 auf 14,9 Prozent). “Großer” Verlierer ist laut TNS die ARD (sie sank von 15,5 auf 13,9 Prozent). Über mehr Zuschauer kann sich neben dem ZDF vor allem RTL Television freuen; laut TNS wurde das Programm im vergangenen Jahr von 13,7 Prozent der Luxemburger eingeschaltet – im Vorjahr taten das lediglich 12,7 Prozent.

Die bis jetzt von TNS-Ilres freigegebenen Zahlen beziehen sich auf alle in Luxemburg lebenden Menschen. Die Ergebnisse aus früheren Jahren zeigen, dass bei den “Luxemburgern ” die deutschen Programme noch höher in der Gunst stehen als bei der Gesamtbevölkerung .

Ein Platzhirsch und mehrere Nischenprogramme
Keines der ausländischen Programme erreicht allerdings die Spitzenwerte des Luxemburger RTL-Fernsehens. 33,7 Prozent der Über-Fünfzehnjährigen sahen 2007/2008 RTL Télé Lëtzebuerg. Bescheiden nehmen sich dagegen die Reichweitenwerte von “Den 2. RTL” (1 Prozent), Nordliicht TV (5,8 Prozent), Chamber TV (4,6 Prozent) und dem Uelzecht Kanal (3,3 Prozent) aus. Bei diesen Nischenprogrammen wurde nicht die tägliche, sondern die wöchentliche Nutzung abgefragt.

 

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