Mar 13 2009

Marc Conrad Faillite

Published by at 11:52 under Industry,TV

source: http://meedia.de/nc/details/article/typhoon-im-angesicht-der-pleite_100017055.html

Die Typhoon AG, die TV-Produktionsfirma des Luxemburgers und ehemaligen RTL-Chefs Marc Conrad, ist pleite. Und schuld daran sei der WDR, sagt Conrad. Typhoon dreht gerade im Auftrag des WDR die achtteilige Krimireihe „Im Angesicht des Verbrechens“ von Star-Regisseur Dominik Graf. Nun laufen die Kosten für die Produktion aus dem Ruder und der WDR will nicht zahlen. Bereits am Dienstag wurde das Insolvenzverfahren für Typhoon eröffnet.

Die Produktionsfirma ist eine feste Größe im TV-Geschäft und hat auch schon Kinofilme produziert, u.a. den preisgekrönten Streifen „Das Experiment“ mit Moritz Bleibtreu. Für RTL produzierte Typhoon etwa die von der Kritik gelobte Krimiserie „Abschnitt 40“ und für Sat.1 die Reihe „GSG9“. Die neue Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ sollte im Herbst ein Programm-Highlight der ARD werden.

Die Serie dreht sich um Marek Gorsky, einen Sohn russisch-jüdischer Einwanderer, der bei der Berliner Polizei arbeitet und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Es geht um Korruption, das Einwanderer-Milieu und organisiertes Verbrechen. Nun wird die Produktion der Serie selbst zum Drama für die Beteiligten. Typhoon ist der Meinung, dass der WDR für die entstandenen Mehrkosten der Produktion zahlen muss, zitiert DWDL.de den Typhoon-Anwalt Wolfgang Delhaes. Der Sender sieht das offenbar anders und so blieb dem Typhoon-Anwalt Anfang der Woche nur noch der Gang zum Amtsgericht.

Typhoon-Chef Marc Conrad ist ein alter Hase im TV-Geschäft. Er war RTL-Programmdirektor unter Helmut Thomas und kurzzeitig von November 2004 bis Februar 2005 Geschäftsführer des Kölner Senders.

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Die Typhoon AG, die TV-Produktionsfirma des Luxemburgers und ehemaligen RTL-Chefs Marc Conrad, ist pleite. Und schuld daran sei der WDR, sagt Conrad. Typhoon dreht gerade im Auftrag des WDR die achtteilige Krimireihe „Im Angesicht des Verbrechens“ von Star-Regisseur Dominik Graf. Nun laufen die Kosten für die Produktion aus dem Ruder und der WDR will nicht zahlen. Bereits am Dienstag wurde das Insolvenzverfahren für Typhoon eröffnet.

Die Produktionsfirma ist eine feste Größe im TV-Geschäft und hat auch schon Kinofilme produziert, u.a. den preisgekrönten Streifen „Das Experiment“ mit Moritz Bleibtreu. Für RTL produzierte Typhoon etwa die von der Kritik gelobte Krimiserie „Abschnitt 40“ und für Sat.1 die Reihe „GSG9“. Die neue Serie „Im Angesicht des Verbrechens“ sollte im Herbst ein Programm-Highlight der ARD werden.

Die Serie dreht sich um Marek Gorsky, einen Sohn russisch-jüdischer Einwanderer, der bei der Berliner Polizei arbeitet und von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Es geht um Korruption, das Einwanderer-Milieu und organisiertes Verbrechen. Nun wird die Produktion der Serie selbst zum Drama für die Beteiligten. Typhoon ist der Meinung, dass der WDR für die entstandenen Mehrkosten der Produktion zahlen muss, zitiert DWDL.de den Typhoon-Anwalt Wolfgang Delhaes. Der Sender sieht das offenbar anders und so blieb dem Typhoon-Anwalt Anfang der Woche nur noch der Gang zum Amtsgericht.

Typhoon-Chef Marc Conrad ist ein alter Hase im TV-Geschäft. Er war RTL-Programmdirektor unter Helmut Thomas und kurzzeitig von November 2004 bis Februar 2005 Geschäftsführer des Kölner Senders.

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2 responses so far

2 Responses to “Marc Conrad Faillite”

  1. adminon 14 Mar 2009 at 15:37

    INSOLVENZVERFAHREN
    Typhoon-Pleite: WDR weist Schuld von sich

    (13.03.2009) In der Auseinandersetzung der involventen Typhoon AG weist der WDR die Verantwortung von sich. Man habe alle vertraglichen Pflichten erfüllt. Die Typhoon begründet ihre Insolvenz mit Mehrkosten für eine WDR-Produktion.

    Am Donnerstag wurde bekannt, dass für die Typhoon AG von Ex-RTL-Boss Marc Conrad ein Insolvenzeröffnungsverfahren eingeleitet wurde. In einer Mitteilung des Unternehmens hieß es, die Insolvenz resultiere aus einen finanziellen Mehraufwand für die WDR-Produktion “Im Angesicht des Verbrechens”. Während man bei Typhoon die Auffassung vertritt, der WDR müsse den Aufwand vergüten, sieht man das beim Sender anders.

    Am Freitag Nachmittag äußerte sich der WDR nun in einer Stellungnahme zur Tyhhoon-Pleite: “Seit Beginn der Zusammenarbeit zwischen Typhoon und dem WDR haben wir stets zu unseren Zusagen gestanden und alle vertraglichen Pflichten fristgerecht und umfänglich erfüllt”. Dies werde auch in Zukunft so bleiben, teilt der Sender mit. “Der WDR ist selbstverständlich zur Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter bereit, um so rasch als möglich die Fertigstellung der in Postproduktion befindlichen Serie voran zu bringen”, heißt es weiter in der Stellungnahme.

    Typhoon sieht Mitschuld des WDR an Insolvenz
    Die Serie “Im Angesicht des Verbrechens”, die unter der Regie des mehrfachen Grimme-Preisträgers Dominik Graf entsteht, bezeichnet der WDR als “ein außergewöhnliches Projekt, an das wir hohe Erwartungen knüpfen”. Hinsichtlich der Insolvenz der Typhoon AG drückt der Sender sein Bedauern aus. Unklar ist auch weiterhin, worin der “erhebliche finanzielle Mehraufwand” besteht, der Typhoon durch die Produktion entstanden ist. Beim Unternehmen will man sich derzeit nicht weiter zu den Vorgängen äußern.

  2. Rockason 09 Apr 2012 at 15:04

    Nun haben wir April 2012 und nirgends ist der Grund für den ‘erheblichen finanziellen Mehraufwand’ der Produktion ‘Im Angesichte des Verbrechens’ und die daraus resultierende Pleite von Typhoon hinreichend dargestellt.
    Dabei sollten sich sowohl Produzenten als auch Gewerkschaften , die öffentlich Rechtlichen und vor allem die junge, nachwachsende Generation dafür interessieren und gegebenenfalls ihrer Lehren daraus ziehen, was ganz offensichtlich noch nicht stattgefunden hat.
    6 Tage mehr Produktionszeit oder Drehzeit sollten ein Unternehmen wie die Typhoon nicht annähernd an den Rand einer Krise bringen. Was ist nun also vorgefallen?
    Sollten tatsächlich falsche Vorstoppzeiten für die Insolvenz verantwortlich sein? Wer’s glaubt….
    Jedenfalls hat sich das Bild innerhalb der Produktionen seit ‘IADV’ deutlich verändert. Produktionsleiter scheinen plötzlich den Namen eines Amtes zu kennen, dessen Existenz vor diesem Crash schlicht unbekannt war, die Gerüchteküche brodelt in der Branche und manch seltsame Ereignisse werden mit dieser Produktion in Verbindung gebracht….zumindest in Deutschland. Vielleicht unbequem aber :Ist es nicht langsam Zeit für Klarstellung?

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