Apr 03 2014

“Tokyo Reverse”: Der Countdown zur Fernsehzukunft läuft – ab jetzt

Published by at 01:56 under Music,TV

SOURCE: http://www.wort.lu

Der Luxemburger Francesco Tristano verantwortlich für den Soundtrack des “Slow TV”-Experiments des französischen Senders France 4

(vac) – Und da sag noch einer, die alte Flimmerkiste sei nicht für Überraschungen gut! Denn eine solche – und zudem eine, die sich wahrlich gewaschen hatte – kann man am Dienstagabend auf dem französischen Sender France 4 mit „Tokyo Reverse“ erleben: Ein Projekt von Simon Bouisson und Ludovic Zuili (hinter bzw. vor der Kamera), für dessen tranceartigen Elektro-Soundtrack der Luxemburger Francesco Tristano – live und in Echtzeit aus dem Pariser „La Bellevilloise“ und zeitweilig von Kollegen wie u. a. Pascal Schumacher, Bachar Mar-Khalifé und Brandt Brauer Frick begleitet – verantwortlich zeichnete.

„Slow TV“, so das Zauberwort des einem Konzept der staatlichen norwegischen Sendeanstalt NRK2 nachempfundenen Fernsehexperiments. 2009 hatte diese die 439 Minuten lange Zugreise Oslo– Bergen übertragen – 1, 2 Millionen Zuschauer (ganze 24 Prozent der Bevölkerung!) waren gebannt.

Zauberhaft und hypnotisch

Bei „Tokyo Reverse“ begleitet Bouissons Kamera geschlagene neun Stunden und 10 Minuten lang seinen rückwärts durch die Straßen der japanischen Hauptstadt gehenden Kollegen Zuili; durch ein gegenläufiges Abspielen ließ man dann die ganze Welt rückwärts laufen. Eine wahrlich zauberhafte und hypnotische Erfahrung – und nicht nur wegen der Musik.

Fazit: Es ist also noch immer möglich, dass sich „alte“ Medien, wie das Fernsehen, deren Attraktivität im Vergleich zu Kanälen wie iTunes und VOD langsam aber sicher gen Null tendiert, neue Formate überlegen, mit denen sie Paroli bieten können und dabei – als Kirsche auf dem Kuchen – auch Netze wie Twitter, Vine und Instagram für ihre Zwecke instrumentalisieren. Wie heißt es so schön: Am Anfang war das Ende …

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Der Luxemburger Francesco Tristano verantwortlich für den Soundtrack des “Slow TV”-Experiments des französischen Senders France 4

(vac) – Und da sag noch einer, die alte Flimmerkiste sei nicht für Überraschungen gut! Denn eine solche – und zudem eine, die sich wahrlich gewaschen hatte – kann man am Dienstagabend auf dem französischen Sender France 4 mit „Tokyo Reverse“ erleben: Ein Projekt von Simon Bouisson und Ludovic Zuili (hinter bzw. vor der Kamera), für dessen tranceartigen Elektro-Soundtrack der Luxemburger Francesco Tristano – live und in Echtzeit aus dem Pariser „La Bellevilloise“ und zeitweilig von Kollegen wie u. a. Pascal Schumacher, Bachar Mar-Khalifé und Brandt Brauer Frick begleitet – verantwortlich zeichnete.

„Slow TV“, so das Zauberwort des einem Konzept der staatlichen norwegischen Sendeanstalt NRK2 nachempfundenen Fernsehexperiments. 2009 hatte diese die 439 Minuten lange Zugreise Oslo– Bergen übertragen – 1, 2 Millionen Zuschauer (ganze 24 Prozent der Bevölkerung!) waren gebannt.

Zauberhaft und hypnotisch

Bei „Tokyo Reverse“ begleitet Bouissons Kamera geschlagene neun Stunden und 10 Minuten lang seinen rückwärts durch die Straßen der japanischen Hauptstadt gehenden Kollegen Zuili; durch ein gegenläufiges Abspielen ließ man dann die ganze Welt rückwärts laufen. Eine wahrlich zauberhafte und hypnotische Erfahrung – und nicht nur wegen der Musik.

Fazit: Es ist also noch immer möglich, dass sich „alte“ Medien, wie das Fernsehen, deren Attraktivität im Vergleich zu Kanälen wie iTunes und VOD langsam aber sicher gen Null tendiert, neue Formate überlegen, mit denen sie Paroli bieten können und dabei – als Kirsche auf dem Kuchen – auch Netze wie Twitter, Vine und Instagram für ihre Zwecke instrumentalisieren. Wie heißt es so schön: Am Anfang war das Ende …

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