Apr 21 2008

4oUferFilme zeigt DOKU in Trier

Published by at 19:45 under Uncategorized

Unsere trierer Kollegen von 4oUferFilme zeigen am kommenden Donnerstag, den 24.4., im Casino am Kornmarkt den Dokumentarfilm

EINST SÜSSE HEIMAT.

Regie: Gerald Igor Hauzenberger, Österreich 2008

Die Siebenbürger Sachsen kommen aus Trier ? Tatsächlich: die deutschsprachige Diaspora in Rumänien stammt zum überwiegenden Teil aus Luxemburg, dem Elsaß, und – dem Gebiet rund um sowie aus – Trier.
Der dokumentarische Film von Gerald I.Hauzenberger zeigt ein Porträt von Rumäniendeutschen der Kriegsgeneration. Johann Schuff, über 80, ist Siebenbürger Sachse und lebt in einem kleinen Dorf am Rand der Karpaten. Er erzählt sein Leben, und daß er in seinem Garten hat er ein altes Leintuch ausgebreitet hat: hier will er sich zum Sterben hinlegen, damit ihn wilde Tiere auffressen. Maria Huber, eine alte Bäuerin, lebt in Sibiu. Auf ihrem Grabstein hat sie schon mal ein Todesdatum eingravieren lassen, dass sie schon 8 Jahre überlebt hat…..Beide schildern ihr karges Leben, das Zusammenleben mit der genuin rumänischen Bevölkerung, ihre Haltung zu Hitler und Nazideutschland. Mit der Sympathie für Hitlerdeutschland wurde eine in 800 Jahren gewachsene Kultur in Opfer und Täter getrennt….
Mitten in Europa, vergessen vom Rest der Welt, stirbt eine Volksgruppe, der dieser Film ein einfühlsames und ergreifendes Porträt widmet, langsam aus.
Übrigens: die Bezeichnung “Sachse” wurde hergeleitet aus der lateinischen Kanzleisprache der ungarischen Könige, in der alle Theutonen pauschal als “Hospites Saxoni” also “teuthonische/deutsche – sächsische Gäste” bezeichnet wurden.

Infos zum Film: http://www.einstsuesseheimat.com/
Infos zum Ort: http://variete-trier.de/content/view/166/65/lang,german/

Ort: Casino am Kornmarkt, Trier
Donnerstag, 24.4.2008
Einlaß: ab 18 Uhr
Filmbeginn: 20 Uhr

Karten im Vorverkauf: https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=985
Tickethotline: 0651-7199 996

VV: 4,90
AK:5,-

PRESSEMAPPE + PRESSEFOTOS zum DOWNLOAD :
http://www.einstsuesseheimat.com/press.html

PRESSESTIMMEN :

*TAZ – Germany – March 2007 von DOMINIK KAMALZADEH*

Von nach wie vor hoher Produktivität zeugte dagegen der Dokumentarfilm, den Variationen auf die Figur des Zeitzeugen bestimmten: Gerald Igor Hauzenberger porträtiert in “Einst süße Heimat – Begegnungen in Transsylvanien” zwei Angehörige einer deutschsprachigen Minderheit von Siebenbürgen, die von anderen Ethnien völlig isoliert lebt. Außergewöhnlich sind die beiden, weil sie vom Lauf der Zeit unbehelligt blieben: Johann Schuff, der Protagonist, ist ein verzweifelter Menschenfeind, der seine faschistische Weltanschauung nie abgelegt hat. Hauzenberger kommt ihm nahe, interveniert aber auch an den richtigen Stellen. So erhält man Ansichtsmaterial darüber, wie sich eine Minderheit über den Rekurs auf imaginäre Heimatwerte der Zugehörigkeit zu einem abwesenden Volk versichert. Einen Wahlverwandten erhält Schuff in Marian Osuch, dem Titelhelden von Andreas Horvaths “Views of a Retired Night Porter”.

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New York Times – April 2007
*Beyond the Forest
a k a Einst süße Heimat*
2007-Austria

PLOT DESCRIPTION

Documentary filmmaker Gerald Igor Hauzenberger spends six years exploring Teutonic culture in Transylvania to offer a detailed study on a region that was once a notable German enclave. As the German population of Transylvania rapidly dwindles, Hauzenberger explores the history of these curious émigrés by focusing his attentions on an embittered descendent of the original Saxon settlers and a world weary woman of Landler stock who spent five years in a Soviet gulag following the end of World War II. ~ Jason Buchanan, All Movie Guide
__________________________________________________________________________________________________

*Junge Welt – Die Tageszeitung – Germany*

Gerald Igor Hauzenberger zeigt in “Einst süße Heimat” das Leben in einem fast verlassenen kleinen Karpatendorf in Transsylvanien – zwischen verwirrtem Altnazi und humorvoller wenn auch hoffnungsloser Landlerin, die in ihrer Jugend in ein sowjetisches Arbeitslager interniert wurde. Trist, schön, berührend und stellenweise unheimlich komisch. An eine andere Schmerzgrenze stieß der hitzig diskutierte Dokfilm “Einst süße Heimat. Begegnungen in Transsylvanien” des Wieners Gerald Igor Hauzenberger. Eingebettet in einen ruhigen Fluß suggestiver Bilder von Dörfern und Landschaft porträtiert er zwei greise Rumäniendeutsche, übriggeblieben aus einer anderen Zeit. Dies tut er aus einer großen Nähe heraus, fast liebevoll und zärtlich. Problematisch empfunden wurde von einem Teil der Zuschauer, daß einer der Porträtierten sich als alter Nazi und ungebrochener Rassist entpuppt, der seinen Dreck über weite Strecken vom Regisseur ungestört verbreiten darf. Die alte Frage: Wie menschlich darf man einen solchen Widerling darstellen? Wann darf, wann muß der Filmemacher intervenieren? Hauzenberger erzählt eben nicht nur die eine Seite, sondern auch von Alter, Einsamkeit und Tod, dem Schmerz einer untergehenden Kultur, und setzt auf die Intelligenz des Zuschauers. In seiner von Empathie getragenen Haltung geht er jedoch mitunter dem Protagonisten auch in der Wahl der Kameraposition und Schnitte auf den Leim. Dennoch einer der schönsten Filme des Festivals, der den Mut hat, weh zu tun.

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Unsere trierer Kollegen von 4oUferFilme zeigen am kommenden Donnerstag, den 24.4., im Casino am Kornmarkt den Dokumentarfilm

EINST SÜSSE HEIMAT.

Regie: Gerald Igor Hauzenberger, Österreich 2008

Die Siebenbürger Sachsen kommen aus Trier ? Tatsächlich: die deutschsprachige Diaspora in Rumänien stammt zum überwiegenden Teil aus Luxemburg, dem Elsaß, und – dem Gebiet rund um sowie aus – Trier.
Der dokumentarische Film von Gerald I.Hauzenberger zeigt ein Porträt von Rumäniendeutschen der Kriegsgeneration. Johann Schuff, über 80, ist Siebenbürger Sachse und lebt in einem kleinen Dorf am Rand der Karpaten. Er erzählt sein Leben, und daß er in seinem Garten hat er ein altes Leintuch ausgebreitet hat: hier will er sich zum Sterben hinlegen, damit ihn wilde Tiere auffressen. Maria Huber, eine alte Bäuerin, lebt in Sibiu. Auf ihrem Grabstein hat sie schon mal ein Todesdatum eingravieren lassen, dass sie schon 8 Jahre überlebt hat…..Beide schildern ihr karges Leben, das Zusammenleben mit der genuin rumänischen Bevölkerung, ihre Haltung zu Hitler und Nazideutschland. Mit der Sympathie für Hitlerdeutschland wurde eine in 800 Jahren gewachsene Kultur in Opfer und Täter getrennt….
Mitten in Europa, vergessen vom Rest der Welt, stirbt eine Volksgruppe, der dieser Film ein einfühlsames und ergreifendes Porträt widmet, langsam aus.
Übrigens: die Bezeichnung “Sachse” wurde hergeleitet aus der lateinischen Kanzleisprache der ungarischen Könige, in der alle Theutonen pauschal als “Hospites Saxoni” also “teuthonische/deutsche – sächsische Gäste” bezeichnet wurden.

Infos zum Film: http://www.einstsuesseheimat.com/
Infos zum Ort: http://variete-trier.de/content/view/166/65/lang,german/

Ort: Casino am Kornmarkt, Trier
Donnerstag, 24.4.2008
Einlaß: ab 18 Uhr
Filmbeginn: 20 Uhr

Karten im Vorverkauf: https://www.ticket-regional.de/events_info.php?eventID=985
Tickethotline: 0651-7199 996

VV: 4,90
AK:5,-

PRESSEMAPPE + PRESSEFOTOS zum DOWNLOAD :
http://www.einstsuesseheimat.com/press.html

PRESSESTIMMEN :

*TAZ – Germany – March 2007 von DOMINIK KAMALZADEH*

Von nach wie vor hoher Produktivität zeugte dagegen der Dokumentarfilm, den Variationen auf die Figur des Zeitzeugen bestimmten: Gerald Igor Hauzenberger porträtiert in “Einst süße Heimat – Begegnungen in Transsylvanien” zwei Angehörige einer deutschsprachigen Minderheit von Siebenbürgen, die von anderen Ethnien völlig isoliert lebt. Außergewöhnlich sind die beiden, weil sie vom Lauf der Zeit unbehelligt blieben: Johann Schuff, der Protagonist, ist ein verzweifelter Menschenfeind, der seine faschistische Weltanschauung nie abgelegt hat. Hauzenberger kommt ihm nahe, interveniert aber auch an den richtigen Stellen. So erhält man Ansichtsmaterial darüber, wie sich eine Minderheit über den Rekurs auf imaginäre Heimatwerte der Zugehörigkeit zu einem abwesenden Volk versichert. Einen Wahlverwandten erhält Schuff in Marian Osuch, dem Titelhelden von Andreas Horvaths “Views of a Retired Night Porter”.

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New York Times – April 2007
*Beyond the Forest
a k a Einst süße Heimat*
2007-Austria

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Documentary filmmaker Gerald Igor Hauzenberger spends six years exploring Teutonic culture in Transylvania to offer a detailed study on a region that was once a notable German enclave. As the German population of Transylvania rapidly dwindles, Hauzenberger explores the history of these curious émigrés by focusing his attentions on an embittered descendent of the original Saxon settlers and a world weary woman of Landler stock who spent five years in a Soviet gulag following the end of World War II. ~ Jason Buchanan, All Movie Guide
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*Junge Welt – Die Tageszeitung – Germany*

Gerald Igor Hauzenberger zeigt in “Einst süße Heimat” das Leben in einem fast verlassenen kleinen Karpatendorf in Transsylvanien – zwischen verwirrtem Altnazi und humorvoller wenn auch hoffnungsloser Landlerin, die in ihrer Jugend in ein sowjetisches Arbeitslager interniert wurde. Trist, schön, berührend und stellenweise unheimlich komisch. An eine andere Schmerzgrenze stieß der hitzig diskutierte Dokfilm “Einst süße Heimat. Begegnungen in Transsylvanien” des Wieners Gerald Igor Hauzenberger. Eingebettet in einen ruhigen Fluß suggestiver Bilder von Dörfern und Landschaft porträtiert er zwei greise Rumäniendeutsche, übriggeblieben aus einer anderen Zeit. Dies tut er aus einer großen Nähe heraus, fast liebevoll und zärtlich. Problematisch empfunden wurde von einem Teil der Zuschauer, daß einer der Porträtierten sich als alter Nazi und ungebrochener Rassist entpuppt, der seinen Dreck über weite Strecken vom Regisseur ungestört verbreiten darf. Die alte Frage: Wie menschlich darf man einen solchen Widerling darstellen? Wann darf, wann muß der Filmemacher intervenieren? Hauzenberger erzählt eben nicht nur die eine Seite, sondern auch von Alter, Einsamkeit und Tod, dem Schmerz einer untergehenden Kultur, und setzt auf die Intelligenz des Zuschauers. In seiner von Empathie getragenen Haltung geht er jedoch mitunter dem Protagonisten auch in der Wahl der Kameraposition und Schnitte auf den Leim. Dennoch einer der schönsten Filme des Festivals, der den Mut hat, weh zu tun.

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