May 11 2008

Film Noir Opderschmelz

Published by at 09:28 under Uncategorized

Ein buntes Programm mit schwarzem Höhepunkt für den Sommer

Schwarz ist die Farbe Düdelingens. Zumindest, wenn man auf das Programm des Kulturzentrums „Opderschmelz“ für die nächsten Monate blickt.

Höhepunkt im Sommer ist nämlich das „Touch of noir“-Festival, das nicht nur zu verschiedenen „films noir“ einlädt, sondern seine gesamte Atmosphäre in Schwarz tunkt. Literatur, Musik und Kunst stehen im Zeichen der Farbe des Teufels.
Kriminalität, mit Vorliebe Mord, ausgelöst durch Eifersucht oder Geldgier. So in etwa sieht der Plot eines „film noir“ aus. Doch die Verantwortlichen des Festivals „Touch of noir“, das vom 22. bis zum 30. Mai in Düdelingen stattfindet, haben sich für diese schwarze Woche noch einiges mehr einfallen lassen: Neben den Klassikern „The Woman in the window“ von Fritz Lang (1944), „Farewell my lovely“ von Dick Richards (1975) und „La chute de la maison Usher“ von Jean Epstein (1928) wird auch der Zeichentrickfilm „Peur(s) du noir“ von Etienne Robial (2008) seine Vorpremiere feiern und Angstbilder von sechs unterschiedlichen Regisseuren über die Leinwand huschen lassen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, das Unbewusste und die Instinkte bestimmen das Geschehen. Für den musikalischen Rahmen des Festivals – wie könnte es anders sein – hat „opderschmelz“ zwei Jazzbands eingeladen. Das „James Taylor Quartett“ mit seinen neun Musikern und das „Rue de Paris Quartett“. Sie werden dem Kulturzentrum durch melancholische Klänge den Hauch einer verruchten Bar verleihen.

Jazz und Tango

Doch nicht nur der Jazz, sondern auch der Tango zählen zum musikalischen Pendant des „film noir“. „Nuevo Noir Tango“ wird den argentinischen Tango nach Düdelingen bringen und seinem Publikum mit „Schreien aus einer traurigen Seele“ eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Und um auch noch das literarische Genre miteinzubeziehen, wird der Luxemburger Lehrer und Schriftsteller Tullio Forgiarini von seinen verzweifelten und deshalb bösen Helden erzählen, die in einer Gesellschaft ohne Mitleid leben, in der Hass, Angst und Mord herrschen. Grrrr. Genug des Schauderns. Als freundlicher Gegenpol zu dem „Touch of noir“ veranstaltet das Kulturzentrum auch in diesem Sommer wieder sein legendäres Openair-Festival „Summerstage“ und lädt zur „Fête de la musique“ ein. Musik an allen Straßenecken, drei große Bühnen und über hundert Musiker werden am 16. Juni die Musik zum Fest machen. Internationale Bands, wie Winterkids aus England oder The Horror aus Schweden, werden ebenso auftreten wie nationale Künstler: Eternal Tango, Babyoil oder auch Sixpax haben ihr Kommen schon bestätigt.
Zudem hat das Kulturzentrum vor, sein Klassikprogramm auszuweiten. Deshalb werden nicht nur verschiedene Orchester auftreten, sondern es wird auch ein neuer Zyklus gestartet: „Piano forte“ wird mit der in Tokio geborenen Kae Shiraki am 4. Mai um 17 Uhr beginnen und soll über das ganze Jahr hindurch immer sonntags um 17 Uhr fortgesetzt werden.
Erwähnenswert ist sicherlich auch das Kolloquium „Histoires et mémoires des immigrations en Lorraine et Grande Région“, das das Düdelinger Kulturzentrum in Zusammenarbeit mit der Universität Paul Verlaine aus Metz und der Stadt Düdelingen veranstaltet. Es findet am 10. Mai statt und wird am Vorabend mit einem Theaterstück eingeleitet. Und für die Kleinen hat das Kulturzentrum das Theaterstück „Tintenherz“ nach dem Bestseller von Cornelia Funke mit ins Programm genommen. Alles in allem ein buntes Programm mit schwarzem Höhepunkt.
Das vollständige Programm
und weitere Informationen: www.dudelange.lu/culture

Janina Strötgen

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Ein buntes Programm mit schwarzem Höhepunkt für den Sommer

Schwarz ist die Farbe Düdelingens. Zumindest, wenn man auf das Programm des Kulturzentrums „Opderschmelz“ für die nächsten Monate blickt.

Höhepunkt im Sommer ist nämlich das „Touch of noir“-Festival, das nicht nur zu verschiedenen „films noir“ einlädt, sondern seine gesamte Atmosphäre in Schwarz tunkt. Literatur, Musik und Kunst stehen im Zeichen der Farbe des Teufels.
Kriminalität, mit Vorliebe Mord, ausgelöst durch Eifersucht oder Geldgier. So in etwa sieht der Plot eines „film noir“ aus. Doch die Verantwortlichen des Festivals „Touch of noir“, das vom 22. bis zum 30. Mai in Düdelingen stattfindet, haben sich für diese schwarze Woche noch einiges mehr einfallen lassen: Neben den Klassikern „The Woman in the window“ von Fritz Lang (1944), „Farewell my lovely“ von Dick Richards (1975) und „La chute de la maison Usher“ von Jean Epstein (1928) wird auch der Zeichentrickfilm „Peur(s) du noir“ von Etienne Robial (2008) seine Vorpremiere feiern und Angstbilder von sechs unterschiedlichen Regisseuren über die Leinwand huschen lassen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, das Unbewusste und die Instinkte bestimmen das Geschehen. Für den musikalischen Rahmen des Festivals – wie könnte es anders sein – hat „opderschmelz“ zwei Jazzbands eingeladen. Das „James Taylor Quartett“ mit seinen neun Musikern und das „Rue de Paris Quartett“. Sie werden dem Kulturzentrum durch melancholische Klänge den Hauch einer verruchten Bar verleihen.

Jazz und Tango

Doch nicht nur der Jazz, sondern auch der Tango zählen zum musikalischen Pendant des „film noir“. „Nuevo Noir Tango“ wird den argentinischen Tango nach Düdelingen bringen und seinem Publikum mit „Schreien aus einer traurigen Seele“ eine Gänsehaut über den Rücken jagen. Und um auch noch das literarische Genre miteinzubeziehen, wird der Luxemburger Lehrer und Schriftsteller Tullio Forgiarini von seinen verzweifelten und deshalb bösen Helden erzählen, die in einer Gesellschaft ohne Mitleid leben, in der Hass, Angst und Mord herrschen. Grrrr. Genug des Schauderns. Als freundlicher Gegenpol zu dem „Touch of noir“ veranstaltet das Kulturzentrum auch in diesem Sommer wieder sein legendäres Openair-Festival „Summerstage“ und lädt zur „Fête de la musique“ ein. Musik an allen Straßenecken, drei große Bühnen und über hundert Musiker werden am 16. Juni die Musik zum Fest machen. Internationale Bands, wie Winterkids aus England oder The Horror aus Schweden, werden ebenso auftreten wie nationale Künstler: Eternal Tango, Babyoil oder auch Sixpax haben ihr Kommen schon bestätigt.
Zudem hat das Kulturzentrum vor, sein Klassikprogramm auszuweiten. Deshalb werden nicht nur verschiedene Orchester auftreten, sondern es wird auch ein neuer Zyklus gestartet: „Piano forte“ wird mit der in Tokio geborenen Kae Shiraki am 4. Mai um 17 Uhr beginnen und soll über das ganze Jahr hindurch immer sonntags um 17 Uhr fortgesetzt werden.
Erwähnenswert ist sicherlich auch das Kolloquium „Histoires et mémoires des immigrations en Lorraine et Grande Région“, das das Düdelinger Kulturzentrum in Zusammenarbeit mit der Universität Paul Verlaine aus Metz und der Stadt Düdelingen veranstaltet. Es findet am 10. Mai statt und wird am Vorabend mit einem Theaterstück eingeleitet. Und für die Kleinen hat das Kulturzentrum das Theaterstück „Tintenherz“ nach dem Bestseller von Cornelia Funke mit ins Programm genommen. Alles in allem ein buntes Programm mit schwarzem Höhepunkt.
Das vollständige Programm
und weitere Informationen: www.dudelange.lu/culture

Janina Strötgen

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