Mar 17 2010

Kulthafter Hype

Published by at 06:10 under Newsdesk,Uncategorized

volksfreund

SOURCE: www.volksfreund.de

Die Muttersprache im Alltag

Auch wenn die erste offizielle Schreibweise des Luxemburgischen 1946 eingeführt wurde, so setzte sie sich nicht durch. Heute gibt es zwar eine Schulrechtschreibung aus dem Jahr 1976, die 1999 reformiert wurde, aber dennoch wird die Sprache meist nur mündlich vermittelt.

Luxemburgisch-Lehrer wie unser Podcast-Muttersprachler Luc Schiltz haben sich deshalb selbst ihre Unterrichtsmaterialien zusammengestellt. Denn auch wenn Lëtzebuergesch schon 26 Jahre lang anerkannte Nationalsprache ist, so heißt das noch lange nicht, dass die Sprache stark wissenschaftlich aufgearbeitet und auf den einheitlich schriftlichen Alltagsgebrauch hin abgeklopft wurde.

Denn obwohl sie in Hörfunk und Fernsehen des Großherzogtums die meistgebrauchte Sprache ist und 80 Prozent der Einwohner sie selbst sprechen, so werden in Printmedien weniger als zehn Prozent der Artikel in Lëtzebuergesch verfasst. Zum Vergleich: 65 Prozent der Beiträge erscheinen auf Deutsch und 25 Prozent auf Französisch.

Nichtsdestotrotz: Ein sprachliches Selbstbewusstsein ist im “Ländchen” stark verankert. Seit mehr als 150 Jahren gibt es Romane, Theaterstücke und Kabarett – sowie seit mehr als 20 Jahren Kinderbücher und Comics auf Lëtzebuer-gesch.

Nicht zu vergessen die “Walfer Bicherdeeg” (Walferdinger Büchertage), die Luxemburger Autoren eine eigene Plattform geben. Seit Regisseur Andy Bausch erlebt selbst der Luxemburger Film einen kulthaften Hype. Und wer in den Reisepass der Luxemburger schaut, wird die Faarw vun den Aen erfahren, der deutsche Begriff Augenfarbe wird nicht mal erwähnt.

12/03/2010

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Die Muttersprache im Alltag

Auch wenn die erste offizielle Schreibweise des Luxemburgischen 1946 eingeführt wurde, so setzte sie sich nicht durch. Heute gibt es zwar eine Schulrechtschreibung aus dem Jahr 1976, die 1999 reformiert wurde, aber dennoch wird die Sprache meist nur mündlich vermittelt.

Luxemburgisch-Lehrer wie unser Podcast-Muttersprachler Luc Schiltz haben sich deshalb selbst ihre Unterrichtsmaterialien zusammengestellt. Denn auch wenn Lëtzebuergesch schon 26 Jahre lang anerkannte Nationalsprache ist, so heißt das noch lange nicht, dass die Sprache stark wissenschaftlich aufgearbeitet und auf den einheitlich schriftlichen Alltagsgebrauch hin abgeklopft wurde.

Denn obwohl sie in Hörfunk und Fernsehen des Großherzogtums die meistgebrauchte Sprache ist und 80 Prozent der Einwohner sie selbst sprechen, so werden in Printmedien weniger als zehn Prozent der Artikel in Lëtzebuergesch verfasst. Zum Vergleich: 65 Prozent der Beiträge erscheinen auf Deutsch und 25 Prozent auf Französisch.

Nichtsdestotrotz: Ein sprachliches Selbstbewusstsein ist im “Ländchen” stark verankert. Seit mehr als 150 Jahren gibt es Romane, Theaterstücke und Kabarett – sowie seit mehr als 20 Jahren Kinderbücher und Comics auf Lëtzebuer-gesch.

Nicht zu vergessen die “Walfer Bicherdeeg” (Walferdinger Büchertage), die Luxemburger Autoren eine eigene Plattform geben. Seit Regisseur Andy Bausch erlebt selbst der Luxemburger Film einen kulthaften Hype. Und wer in den Reisepass der Luxemburger schaut, wird die Faarw vun den Aen erfahren, der deutsche Begriff Augenfarbe wird nicht mal erwähnt.

12/03/2010

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