Nov 26 2006

QUEESCH interviews Filmreakter (old)

Published by at 17:01 under Misc. Luxembourg

 

filmreakterimage1.jpg

 

Worum handelt es sich genau bei eurer asbl und was sind eure Ziele bzw. Motivationen ?

Filmreakter wurde 2002 als ein Zusammenschluss von jugendlichen Filmemachern gegründet. Wir hatten das dringende Bedürfniss eine Basis zu schaffen nach der wir selbst sehr lange gesucht hatten. Es sollte sich bei Filmreakter um eine Plattform für die Kommuniktaion zwischen jungen luxemburgischen Film-Obsedierten handeln. Wir waren damals noch in der Schule, machten nebenbei Filme und suchten den Kontakt zu gleichgesinnten Jugendlichen. Wir drei, Bernard, Jeff und Gov, hatten uns über’s Filmemachen kennen gelernt, jeder hatte eigene Projekte am laufen an denen wir uns gegenseitig aushalfen. Filmreakter war nun die Idee diese Zusammenarbeit weiter auszubreiten, noch mehr jugendliche Film-interessierte ausfindig zu machen, sich kennenzulernen, Wissen auzustauschen, gemeinsame Projekte zu starten, kleine Festivals zu organisieren auf denen man sich die Filme zeigen kann, usw.
Desweiteren wollten wir mit dem Filmreakter Netzwerk beweisen, dass es jugendliche Filmmemacher in Luxemburg gibt. Einzeln fallen wir kaum auf, zusammengeschlossen ist es um einiges einfacher an Sponsoren heranzutreten oder in Dialog mit dem luxemburger FONSPA (dem nationalen Filmfördrungssystem) oder dem CNA (Centre National de l’Audiovisuel) zu treten.
Mittlerweile haben wir Kontakte zu ungefähr 60 jungen luxemburgischen no-budget Filmern. Der Austausch läuft dabei hauptsächlich über unsere Homepage, auf dessen Forum sich Schüler, Filmstudenten, Professionelle, wie auch ältere Hobby-Filmer zur Diskussion treffen. Unter http://www.filmreakter.lu erfolgt quer durch den Garten ein Gedankenaustausch über die eigenen Projekte, die Filmszene oder über die OpenScreen Abende. Hier ist jeder eingeladen teilzunehmen und sein Projekt vorzustellen. Ich würde auch mal behaupten dass hier jeder Antwort auf seine Fragen oder Hilfe zu seinem Projekt findet.
Ein Ziel von uns wäre es Filmreakter irgendwann sich selbst überlassen zu können. Wenn es so läuft wie wir uns das vorstellen so wird Filmreakter durch junge Leute die Filme machen wollen weiterleben.

Was war der letzte Film an dem ihr gearbeitet habt ?


Wir haben in den letzten Jahren mit Hilfe des Filmreakter Netzwerkes mehrere Filme gemacht. Zu erwähnen wäre wohl „Bracia“, unser erstes 16 mm kurzfilm Projekt, welches Bernard voriges Jahr als Teil seines Filmstudiums in Zusammenarbeit mit Softbimage in Wroclaw, Polen produziert hat. Das Team bestand aus deutschen Filmstudenten, einigen polnischen Freunden und einer handvoll luxemburgischen Filmemachern aus dem Filmreakter-Netzwerk. Ein weiteres Projekt was wohl diesen Sommer fertiggestellt werden wird ist „Plotspoiler“, ein 40-Minuten Projekt an welchem Jeff bereits seit zwei Jahren herumbastelt. Dort geht es unter anderem um eine Gruppe dunkel gekleideter Nihilisten mit dem Plan ein Remicher Wasserturm in die Luft zu sprengen. Bin sehr gespannt was Jeff diesmal gezaubert hat…

Wie steht es eurer Meinung nach um die luxemburgische Filmszene ?

Es scheint sich endlich was zu tun mit Andergraund Film in Luxemburg. Zu verdanken haben wir dies Initiativen wie dem OPEN SCREEN, dem Festival des Très Courts, dem „International Luxembourg Film Short Film Festival“ oder „Apocaletz“, Fred Neuen’s Fernsehsendung auf dok. Was nun auf längere Sicht daraus wird bleibt abzuwarten. Das OPEN SCREEN gibt uns luxemburgern no-budget Filmemachern nun die Möglichkeit zu zeigen was wir drauf haben, ob wir diese Chance nun warnehmen und uns davon Creativ herausfordern lassen entscheidet darüber ob es in Luxemburg eine Underground Filmszene geben wird oder nicht. Meiner Meinung nach kann man von einer Filmszene, im Gegensatz zu einer luxemburgischen Musikszene, noch nicht sprechen.

Was den proffesionellen Film in Luxemburg betrifft, so kann man mit Sicherheit sagen dass auch hier die internationale Krise der Filmbranche nicht ohne Folgen geblieben ist. Hinzu kommt dass die luxemburgische Filmindustrie an sich in schwierigen Jahren steckt.
Wir befinden uns momentan wohl in der Pubertät des luxemburgischen Films, was sowohl positive als auch negative Eigenschaften hat. Die großen internationalen Coproduktionen scheinen abzunehmen, luxemburgische Projekte dagegen nehmen zu. Nachdem in den 80’er und 90’er Jahren der luxemburgische Film aus der Taufe gehoben wurde, wird es nun Zeit das eine neue Generation nachrückt. Nachdem die 90’er die Zeit der großen ausländischen Coproduktionen war bedeutet dies nun vielleicht die Rückkehr zu einem eigenen luxemburgischen Kino. Das Argument wir wären zu klein und es herrsche hier ein natürlicher Mangel an Talenten kann ich nicht akzeptieren, ich brauche nur auf ein Land wie Island zu verweisen, die Hälfte unsere Einwohnerzahl, was sie nicht davon abhält Filme wie „101 Reykjavik“, „The Sea“ oder „Nói Albínói“ zu produzieren.

Wie seht ihr eure Position innerhalb der internationalen
Underground Filmszene ?

Da es keine luxemburgische Underground Filmszene gibt, gibt es auch keine luxemburgische Szene auf der Karte des internationalen Underground Films. Wir haben Kontakte mit Filmemachern aus der ganzen Welt, Kontakte die man halt durch das Studium oder das Reisen macht. So haben wir 2003 beispielsweise das LOST FILM FESTIVAL aus Philadelphia nach Luxemburg eingeladen, letztes Jahr hatten wir ein Filmreakter-Festival in Trier, jetzt ist ein weiteres im Gespräch für Berlin. Von einer luxemburgischen Präsenz im internationalen Underground-Film kann man aber nur sehr bedingt sprechen. Nicht das es das Potenzial hier nicht geben würde, es versteckt sich nur noch ein bisschen.

Was sind eure zukünftigen Projekte ?

Mit den Leuten vom OPEN SCREEN ist ein 24 Stunden Filmfestival in Planung, dort wird jeder dazu aufgerufen werden in 24 Stunden einen Kurtzfilm zu schreiben, drehen und montieren. Die Filme werden anschließend auf einem Festival vorgeführt. Mehr infos werden demnächst auf unserer Homepage zu finden sein.
Dann ist für den Sommer, vorraussichtlich Ende Juli, ein Filmreakter-Abend vorgesehen, dort werden Filme von luxemburgischen Filmstudenten zu sehen sein, u.a. auch „Bracia“.
Informationen hierzu auch auf http://www.Filmreakter.lu …

Wie sieht es mit euren eigenen Filmprojekten aus, ihr habt schon seit längerem nichts mehr gedreht ?

Guck’ auf deinen eigenen Teller.

Ich weiss ja auch dass es nicht so einfach ist, neben der Arbeit noch Zeit zu finden…

Eben, wir Arbeiten respektiv studieren alle im Moment. Müssen unser Brot verdienen – was willst du da großes starten?! He?!

Keine Ahnung. Kafka hat auch gearbeitet…

Sag mal willst du eine auf die Fresse?!!

Deine Mudder arbeitet auf’m Fischmarkt, als Geruch.

Deine Mudder is so dick dass wenn se am Fernseher vorbei geht du 5 Folgen verpasst.

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Worum handelt es sich genau bei eurer asbl und was sind eure Ziele bzw. Motivationen ?

Filmreakter wurde 2002 als ein Zusammenschluss von jugendlichen Filmemachern gegründet. Wir hatten das dringende Bedürfniss eine Basis zu schaffen nach der wir selbst sehr lange gesucht hatten. Es sollte sich bei Filmreakter um eine Plattform für die Kommuniktaion zwischen jungen luxemburgischen Film-Obsedierten handeln. Wir waren damals noch in der Schule, machten nebenbei Filme und suchten den Kontakt zu gleichgesinnten Jugendlichen. Wir drei, Bernard, Jeff und Gov, hatten uns über’s Filmemachen kennen gelernt, jeder hatte eigene Projekte am laufen an denen wir uns gegenseitig aushalfen. Filmreakter war nun die Idee diese Zusammenarbeit weiter auszubreiten, noch mehr jugendliche Film-interessierte ausfindig zu machen, sich kennenzulernen, Wissen auzustauschen, gemeinsame Projekte zu starten, kleine Festivals zu organisieren auf denen man sich die Filme zeigen kann, usw.
Desweiteren wollten wir mit dem Filmreakter Netzwerk beweisen, dass es jugendliche Filmmemacher in Luxemburg gibt. Einzeln fallen wir kaum auf, zusammengeschlossen ist es um einiges einfacher an Sponsoren heranzutreten oder in Dialog mit dem luxemburger FONSPA (dem nationalen Filmfördrungssystem) oder dem CNA (Centre National de l’Audiovisuel) zu treten.
Mittlerweile haben wir Kontakte zu ungefähr 60 jungen luxemburgischen no-budget Filmern. Der Austausch läuft dabei hauptsächlich über unsere Homepage, auf dessen Forum sich Schüler, Filmstudenten, Professionelle, wie auch ältere Hobby-Filmer zur Diskussion treffen. Unter http://www.filmreakter.lu erfolgt quer durch den Garten ein Gedankenaustausch über die eigenen Projekte, die Filmszene oder über die OpenScreen Abende. Hier ist jeder eingeladen teilzunehmen und sein Projekt vorzustellen. Ich würde auch mal behaupten dass hier jeder Antwort auf seine Fragen oder Hilfe zu seinem Projekt findet.
Ein Ziel von uns wäre es Filmreakter irgendwann sich selbst überlassen zu können. Wenn es so läuft wie wir uns das vorstellen so wird Filmreakter durch junge Leute die Filme machen wollen weiterleben.

Was war der letzte Film an dem ihr gearbeitet habt ?


Wir haben in den letzten Jahren mit Hilfe des Filmreakter Netzwerkes mehrere Filme gemacht. Zu erwähnen wäre wohl „Bracia“, unser erstes 16 mm kurzfilm Projekt, welches Bernard voriges Jahr als Teil seines Filmstudiums in Zusammenarbeit mit Softbimage in Wroclaw, Polen produziert hat. Das Team bestand aus deutschen Filmstudenten, einigen polnischen Freunden und einer handvoll luxemburgischen Filmemachern aus dem Filmreakter-Netzwerk. Ein weiteres Projekt was wohl diesen Sommer fertiggestellt werden wird ist „Plotspoiler“, ein 40-Minuten Projekt an welchem Jeff bereits seit zwei Jahren herumbastelt. Dort geht es unter anderem um eine Gruppe dunkel gekleideter Nihilisten mit dem Plan ein Remicher Wasserturm in die Luft zu sprengen. Bin sehr gespannt was Jeff diesmal gezaubert hat…

Wie steht es eurer Meinung nach um die luxemburgische Filmszene ?

Es scheint sich endlich was zu tun mit Andergraund Film in Luxemburg. Zu verdanken haben wir dies Initiativen wie dem OPEN SCREEN, dem Festival des Très Courts, dem „International Luxembourg Film Short Film Festival“ oder „Apocaletz“, Fred Neuen’s Fernsehsendung auf dok. Was nun auf längere Sicht daraus wird bleibt abzuwarten. Das OPEN SCREEN gibt uns luxemburgern no-budget Filmemachern nun die Möglichkeit zu zeigen was wir drauf haben, ob wir diese Chance nun warnehmen und uns davon Creativ herausfordern lassen entscheidet darüber ob es in Luxemburg eine Underground Filmszene geben wird oder nicht. Meiner Meinung nach kann man von einer Filmszene, im Gegensatz zu einer luxemburgischen Musikszene, noch nicht sprechen.

Was den proffesionellen Film in Luxemburg betrifft, so kann man mit Sicherheit sagen dass auch hier die internationale Krise der Filmbranche nicht ohne Folgen geblieben ist. Hinzu kommt dass die luxemburgische Filmindustrie an sich in schwierigen Jahren steckt.
Wir befinden uns momentan wohl in der Pubertät des luxemburgischen Films, was sowohl positive als auch negative Eigenschaften hat. Die großen internationalen Coproduktionen scheinen abzunehmen, luxemburgische Projekte dagegen nehmen zu. Nachdem in den 80’er und 90’er Jahren der luxemburgische Film aus der Taufe gehoben wurde, wird es nun Zeit das eine neue Generation nachrückt. Nachdem die 90’er die Zeit der großen ausländischen Coproduktionen war bedeutet dies nun vielleicht die Rückkehr zu einem eigenen luxemburgischen Kino. Das Argument wir wären zu klein und es herrsche hier ein natürlicher Mangel an Talenten kann ich nicht akzeptieren, ich brauche nur auf ein Land wie Island zu verweisen, die Hälfte unsere Einwohnerzahl, was sie nicht davon abhält Filme wie „101 Reykjavik“, „The Sea“ oder „Nói Albínói“ zu produzieren.

Wie seht ihr eure Position innerhalb der internationalen
Underground Filmszene ?

Da es keine luxemburgische Underground Filmszene gibt, gibt es auch keine luxemburgische Szene auf der Karte des internationalen Underground Films. Wir haben Kontakte mit Filmemachern aus der ganzen Welt, Kontakte die man halt durch das Studium oder das Reisen macht. So haben wir 2003 beispielsweise das LOST FILM FESTIVAL aus Philadelphia nach Luxemburg eingeladen, letztes Jahr hatten wir ein Filmreakter-Festival in Trier, jetzt ist ein weiteres im Gespräch für Berlin. Von einer luxemburgischen Präsenz im internationalen Underground-Film kann man aber nur sehr bedingt sprechen. Nicht das es das Potenzial hier nicht geben würde, es versteckt sich nur noch ein bisschen.

Was sind eure zukünftigen Projekte ?

Mit den Leuten vom OPEN SCREEN ist ein 24 Stunden Filmfestival in Planung, dort wird jeder dazu aufgerufen werden in 24 Stunden einen Kurtzfilm zu schreiben, drehen und montieren. Die Filme werden anschließend auf einem Festival vorgeführt. Mehr infos werden demnächst auf unserer Homepage zu finden sein.
Dann ist für den Sommer, vorraussichtlich Ende Juli, ein Filmreakter-Abend vorgesehen, dort werden Filme von luxemburgischen Filmstudenten zu sehen sein, u.a. auch „Bracia“.
Informationen hierzu auch auf http://www.Filmreakter.lu …

Wie sieht es mit euren eigenen Filmprojekten aus, ihr habt schon seit längerem nichts mehr gedreht ?

Guck’ auf deinen eigenen Teller.

Ich weiss ja auch dass es nicht so einfach ist, neben der Arbeit noch Zeit zu finden…

Eben, wir Arbeiten respektiv studieren alle im Moment. Müssen unser Brot verdienen – was willst du da großes starten?! He?!

Keine Ahnung. Kafka hat auch gearbeitet…

Sag mal willst du eine auf die Fresse?!!

Deine Mudder arbeitet auf’m Fischmarkt, als Geruch.

Deine Mudder is so dick dass wenn se am Fernseher vorbei geht du 5 Folgen verpasst.

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